Fachtag Multiprofessionalität in der Ganztagsschule am 21.2.2019

Fachtag Multiprofessionalität in der Ganztagsschule am 21.2.2019
Serviceagentur

Der Fachtag richtet sich an alle Interessierten aus Schule, Verwaltung, Ausbildung und den unterschiedlichen Trägern pädagogischer Arbeit.

Über 50 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen im Land Bremen sind Ganztagsschulen.
Allgemein- und sonderpädagogisch qualifizierte Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Schulsozialarbeiter_innen, Erzieher_innen sowie Honorarkräfte aus vielen Bereichen engagieren sich für den Lern- und Lebensort Ganztagsschule. Daraus ergeben sich neue Anforderungen für alle Beteiligten. Um einen rhythmisierten Lern- und Arbeitstag sinnvoll zu gestalten, sind fachliches Know-how und soziale Kompetenzen gefragt. Damit Kooperation und Teamarbeit als Bereicherung und Entlastung gelebt werden können, sind Kenntnisse über die verschiedenen Professionsverständnisse und wechselseitiges Vertrauen in die unterschiedlichen Arbeitsweisen erforderlich. Außerdem ist gute multiprofessionelle Arbeit auf förderliche institutionelle und strukturelle Rahmenbedingungen angewiesen, die durch politische Entscheidungen und administratives Handeln gesetzt werden.

Ziel des Fachtags ist es, einen Austausch der unterschiedlichen Professionen zu ermöglichen, gelungene Beispiele aus der Praxis zu präsentieren und das Thema Multiprofessionalität auf verschiedenen Ebenen weiter zu befördern.

Programm:

10.00 Uhr Begrüßung

                   Grußwort der Direktorin des LIS Petra Perplies (angefragt)

10.30 Uhr Impulsvortrag mit Diskussion: Prof. Dr. Stephan Maykus, Hochschule Osnabrück

12.00 Uhr Pause

12:45 Uhr Einführung in Ablauf der Workshops

13.00 Uhr Workshops

14.30 Uhr Zusammenführung der Ergebnisse

15:00 Uhr Veranstaltungsende

 

Impulsreferat: Gelingende Kooperation in der Ganztagsschule gestalten: Was sind Voraussetzungen für Interprofessionalität?

Prof. Dr. Stephan Maykus untersucht in seinem Vortrag Gelingensbedingungen für gute Kooperation im Ganztag und beleuchtet Voraussetzungen für Interprofessionalität. Er zeigt Modelle für eine möglichst gelingende Gestaltung der kooperativen Förderung junger Menschen.

 

Prof. Maykus lehrt Methoden und Konzepte der Sozialen Arbeit an der Hochschule Osnabrück, ist Sprecher des Binnenforschungsschwerpunktes "Inklusive Bildung" und Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg.

 

 

Kurzbeschreibung der Workshops:

 

  • WS 1 Projektarbeit im multiprofessionellen Team (Beispiele aus der Praxis – Grundschule)

Auch große Projektvorhaben müssen in kleinen Schritten geplant und in Angriff genommen werden. Hierfür arbeiten die unterschiedlichen Professionen eng zusammen. Der Workshop greift die Fragen auf: Wie bereitet die Grundschule Borchshöhe ihre Projektarbeit multiprofessionell vor? Was sind Gelingensbedingungen für längerfristige Projekte und lassen sie sich auf kleine Vorhaben übertragen?

 

  • WS 2 Sozialpädago*innen als fester Bestandteil von Teams (Beispiele aus der Praxis - Oberschule)

Konzeptionelle Überlegungen zur Gestaltung eines Rahmens in dem durch gute Kommunikation und verbindliche Absprachen die pädagogische Arbeit in der Schule gestärkt wird. Ein Team aus Sozialpädagogen, Lehrkraft  und ZUP-Leitung  stellt seine Arbeit vor.

 

  • WS 3 Wir alle sind Teil eines guten Schulklimas  - (Beispiele aus der Praxis - Oberschule)

Am Beispiel des Jugendbüros als Zentralstelle für multiprofessionelle Zusammenarbeit zeigt die Oberschule Roland zu Bremen ihren gemeinsamen präventiven Ansatz der Arbeit im multiprofessionellen Team. Regellehrkräfte, Sonderpädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen arbeiten eng zusammen und stärken sich gegenseitig durch Beziehungsarbeit mit den Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse.

  • WS 4 Kommunikationskultur im multiprofessionellen Team

Wertschätzende Kommunikation und konstruktive Planungsgespräche beflügeln die Arbeit im Team mit unterschiedlichen Professionsverständnissen. Worauf ist zu achten und welche Möglichkeiten gibt es, Teamgespräche aus unterschiedlichen Professionsperspektiven zu gestalten.

Referentin: Bernhild Schrand (Supervisorin und Expertin für strategische Teamentwicklungsprozesse)

 

  • WS 5 Multiprofessionalität als Thema in der Ausbildungsphase I und II

Im Mittelpunkt des Workshops stehen der Austausch und die Ideenentwicklung für die verschränkte Zusammenarbeit relevanter Institutionen. Wie müsste die Ausbildung das Thema  aufgreifen? Wie kann Multiprofessionalität verstärkt Bestandteil der Ausbildung werden? Was könnte in Phase 1 und 2 hierzu verändert werden?  Beispiele aus der Lehrer*innen- oder Erzieher*innenausbildung, die Verschränkung von Seminaren zwischen Universität und Hochschule sowie die Kooperation zwischen der 1. und 2. Phase der Ausbildung werden beleuchtet.

Ort: Landesinstitut für Schule, Forum

Zeit: 10 - 15 Uhr

 

Anmeldungen über www.lis.bremen.de/fortbildung/fortbildungsprogramm

Veranstaltungsnummer: 18-61301

oder direkt in der Serviceagentur: angelika.wunsch@lis.bremen.de